Kristian Blummenfelt kämpfte sich durch das Feld und belegte an der IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft 2026 in Nizza, Frankreich, den zweiten Platz, während sein Giant-Teamkollege Gustav Iden auf dem Weg zu seinem vierten Platz die schnellste Radzeit des Tages fuhr. Beide traten auf dem Trinity Advanced SL an und trugen einen Giant Rivet Mips-Helm.
Blummenfelt legte entlang der Promenade des Anglais einen dramatischen Endspurt hin und holte nach der Velostrecke einen Rückstand von mehr als zwei Minuten auf, um schliesslich nur 18 Sekunden hinter dem Sieger Hayden Wilde aus Neuseeland ins Ziel zu kommen. Seine Halbmarathon-Zeit von 1:05:12 war die schnellste Laufzeit in der Geschichte der IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft. Der Norweger überquerte die Ziellinie in 3:51:09, Titelverteidiger Jelle Geens aus Belgien wurde mit 3:52:40 Dritter und Iden mit 3:53:16 Vierter.
Blummenfelt startete den Tag ganz vorne und kam nach 23:50 Minuten als Teil einer grossen Spitzengruppe aus dem 1.9 km langen Schwimmabschnitt. Von dort führte das Rennen in die Hügel oberhalb von Nizza zu einer anspruchsvollen 90-km-Radstrecke mit dem langen Anstieg nach Coursegoules und einer schnellen, technischen Abfahrt zurück in Richtung Mittelmeer. Während Blummenfelt auf dem Velo seinen eigenen Rhythmus fand, holte Iden auf. Nachdem er nach dem Schwimmen mit mehr als einer Minute Rückstand auf die Führenden in die Radetappe gestartet war, arbeitete sich der zweifache IRONMAN 70.3-Weltmeister stetig nach vorne. Iden sagte, er habe sich auf seinem Trinity Advanced SL mit einem CADEX Aero WheelSystem besonders gut bei Abfahrten und in Kurven gefühlt.
«Ich hatte einen unglaublichen Tag bei den Abfahrten», sagte Iden in einem Interview nach dem Rennen. «Ich glaube, das ist der Moment, in dem ich am meisten Spass im Leben habe. Es ist das beste Gefühl überhaupt.»
Iden holte im bergigen Mittelteil der Strecke weiter auf und kehrte als Sechster nach Nizza zurück. Seine Radzeit von 2:16:43 war die schnellste des Tages und stellte einen neuen Streckenrekord auf, der die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2019 übertraf. Blummenfelt erreichte die zweite Wechselzone auf Platz 16, fast zweieinhalb Minuten hinter den Führenden. Bei noch verbleibenden 21.1 km startete der Olympiasieger von 2020 und ehemalige IRONMAN- sowie IRONMAN 70.3-Weltmeister eine bemerkenswerte Aufholjagd. Blummenfelt raste durch die ersten Kilometer und überholte einen Konkurrenten nach dem anderen. Bei der 10-km-Marke hatte er sich bereits auf den fünften Platz vorgearbeitet und näherte sich rasch den Podestplätzen. Während Wilde an der Spitze führte, verkürzte Blummenfelt den Rückstand weiter. Er überholte Geens und lag nun an zweiter Stelle, als er die letzten Kilometer in Angriff nahm – den Führenden im Blick.
Blummenfelt ging schliesslich die Puste aus und überquerte die Ziellinie 18 Sekunden hinter Wilde, nachdem er einen rasanten Halbmarathon in 1:05:12 absolviert hatte. Auch Iden legte einen starken Schlussspurt hin, lief 1:08:51, sicherte sich damit den vierten Platz und bescherte Giant zwei Athleten unter den ersten vier.
Das Ergebnis bedeutete für Blummenfelt den zweiten zweiten Platz in Folge an der IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft; bereits an der Meisterschaft 2025 in Marbella, Spanien, war er hinter Geens Zweiter geworden. Für Iden setzte diese Leistung seine Rückkehr an die Spitze des internationalen Langstreckenrennsports fort. Der Norweger ist zweifacher IRONMAN 70.3-Weltmeister und gewann 2022 die IRONMAN-Weltmeisterschaft in Kona.








