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Wann darf man ohne Beleuchtung Fahrrad fahren?

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Wenn man eine Fahrradtour durch Österreich plant, denkt man oft an die eindrucksvolle Alpenlandschaft sowie an die gepflasterten Straßen der schönen Städte. Doch viele Male, wenn man durch dieses wunderschöne Land fährt, vergisst man auf die Verkehrsregeln und -gesetze zu achten. Natürlich gibt es Gesetze, die wir alle als selbstverständlich betrachten z. B. die Geschwindigkeitsvorschriften, auf welcher Straßenseite man fahren darf oder wer Vorfahrt hat. Doch ein weniger bekannter Teil des Verkehrsrechts ist vor allem für Biker sehr wichtig: das Thema Beleuchtung. Um Ärger beim Biken in Österreich zu vermeiden, ist es wichtig die grundlegenden Beleuchtungsregeln, die Sie auf Ihrem Fahrrad benötigen, zu kennen. In der Fahrradverordnung können Sie alle Regelungen genau nachlesen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Früher war es erforderlich, dass alle neuen Fahrräder mit Vorder- und Rücklichter (aktive Beleuchtung) und Reflektoren (passive Beleuchtung) verkauft wurden. Heute gilt diese Regel nicht mehr, das heißt aber nicht, dass Sie immer ohne Licht auf Ihrem Fahrrad fahren dürfen. Einfach gesagt dürfen Sie Ihr Fahrrad nur ohne Vorder- und Rücklichter in optimalen Wetterbedingungen tagsüber fahren, doch wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind und Sie ohne die richtige Beleuchtung unterwegs sind und erwischt werden, können Sie mit einer schönen Geldstrafe rechnen. Als Faustregel gilt, man muss das Fahrradlicht bei Dämmerung oder spätesten dann anmachen, wenn die Straßenbeleuchtung eingeschaltet wird oder wenn andere Fahrer das Licht anhaben.

Wie schon erwähnt muss die aktive Beleuchtung tagsüber und bei guter Sicht nicht am Fahrrad montiert sein und muss auch nicht mitgetragen werden. Doch wenn Sie unterwegs sind und es dunkel wird oder die Wetterverhältnisse sich ändern, müssen Sie, ohne die richtige Beleuchtung, das Rad schieben.

 

Als aktive Beleuchtung versteht man:

  • Vorderlicht/Scheinwerfer: Einen weißen oder hellgelben Scheinwerfer. Diese Lichtstärke muss eine Intensität von mindestens 100 Candela betragen, ein blinkendes Licht ist nicht erlaubt.
  • Rücklicht: Auf der Rückseite des Fahrrades brauchen Sie ein rotes Rücklicht mit einer Lichtstärke von mindestens 1 Candela. Dieses Licht darf blinken und muss nicht direkt am Fahrrad befestigt sein.

Nabendynamo- oder Akkubeleuchtung gehören heutzutage zu den beliebtesten Lichtanlagen. Beide bringen Vorteile mit sich. Die Dynamobeleuchtung ist immer am Fahrrad angebracht und hat eine unbegrenzte Betriebsdauer. Die Akkubeleuchtung wiegt weniger und man kann sie zuhause lassen, doch muss immer wieder aufgeladen werden. Ein Rennradfahrer bevorzugt normalerweise die Batteriebeleuchtung auf Grund ihres Gewichts.

 

Und die richtige passive Beleuchtung ist:

Die passive Beleuchtung (Katzenaugen) ist auch tagsüber immer nötig, ausgenommen sind Rennräder, die nur die Rückstrahler bei schlechter Sicht brauchen.

  • Rückstrahler vorne: Ein weißer Reflektor mit einer Mindestfläche von 20 cm2
  • Rückstrahler hinten: Ein roter Reflektor mit einer Mindestfläche von 20 cm2
  • Seitenrückstrahler: Ein weißer oder gelber reflektierender Rückstrahler mit einer Mindestfläche von 20 cm2 auf jeder Seite des Vorder- und Hinterrades.
  • Pedalrückstrahler: An jedem Pedal müssen sich zwei gelbe Reflektoren befinden.

Seit ein paar Jahren sind auch zusätzlich Reflektorfolien (reflektierende Klebefolien) als Rückstrahler vorne und hinten erlaubt. Diese kann man am Steuerrohr, an den Gabelrohren, am Schutzblech oder an der Sattelstütze anbringen.

Die Beleuchtung auf unserem Fahrrad ist etwas, was manche für selbstverständlich halten und andere völlig ignorieren. Die Tatsache ist, dass unsachgemäße (schlechte oder zu kleine) Beleuchtung auf dem Fahrrad eine echte Gefahr für uns selbst und andere Straßenverkehrsteilnehmer darstellt, denn das Risiko eines Unfalles ohne gute Sichtbarkeit erhöht sich um 50%. Also, der Unterschied zwischen einer schönen und sicheren Fahrradtour, vor allem in Straßenverskehr, und einem bösen Unfall, kann an der richtigen Beleuchtung Ihres Fahrrads liegen.

Freitag, 09. Juni 2017

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