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Radfahren im Winter - Wie soll ich mich anziehen?

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Wenn der Winter kommt, denkst du vielleicht, dass die Fahrradsaison nun vorbei ist. Aber mit ein wenig Wissen und Übung kann Fahrradfahren im Winter ziemlich lohnend sein. Wer es einmal gewöhnt ist, den Winter durch zu radeln, der wird es nicht mehr sein lassen wollen. In der Folge die wichtigsten Tipps, wie du am besten durch die kalte Jahreszeit kommst.

 

Warum im Winter radeln?

Auf den ersten Blick scheint es vielleicht eine verrückte oder kühne Idee zu sein - sich am Riemen zu reißen, um mit dem Rad durch Schnee, Eis, Regen oder kühlere Temperaturen zu kommen. Aber probiere es einmal aus und gib dem Ganzen eine Chance - du wirst dafür belohnt werden!

Man bleibt auch im Winter nicht im Verkehr stecken, muss auf keinen Abschleppwagen warten, um Starthilfe zu bekommen, muss kein Eis kratzen, sich um keinen trockenen und warmen Parkplatz kümmern oder Schneeketten mit dabei haben.

Die Ruhe und Harmonie einer frühmorgendlichen Fahrt durch einen leichten Jännerschnee muss man erst mal erlebt haben. Herrlich!

Die ersten Minuten mögen vielleicht schwer erscheinen, wer aber erst einmal ein paar Meter zurück gelegt hat, wird schnell merken: die Temperaturen sind in der Regel nicht das Problem! Der Kreislauf wird angeregt, Blut durch die Adern gepumpt und deine Hände und Füße schnell aufgewärmt – und schlussendlich wirst du dich zehnmal besser fühlen als alle anderen Verkehrsteilnehmer in ihren überheizten Autos!

Für weitere Motivation kannst du dir auch unseren Beitrag über Cyclocross als Wintersportart durchlesen, der ebenfalls zum Sport im Winter anregt.

 

Wie startest du am besten?

Radeln im Winter ist keine „Alles-oder-Nichts“-Angelegenheit. Du kannst in kleinen Etappen damit anfangen, um Vertrauen aufzubauen und dich langsam daran zu gewöhnen. Einige Möglichkeiten für Beginner:

  • Teilstrecke Öffis oder Auto: Kombiniere Radfahren mit Öffis! Fahre z.B. den anspruchsvolleren Teil deines Weges mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Rest mit dem Rad.
  • Jeden zweiten oder dritten Tag: Nimm dir vor, jeden zweiten, dritten oder vierten Tag mit dem Fahrrad zu fahren, um dich so langsam ans Radeln zu gewöhnen.
  • Kleidung: Kauf dir die neueste trendy Winterkleidung als Ansporn, in Zukunft mit dem Rad zu fahren.
  • Top-Ausrüstung: Besorge dir Top-Ausrüstung für dein Rad und bring es gut in Schuss, um sicher und mit frischer Energie und Motivation los zu starten.
  • Ernähre dich gut und gesund: In unserem Blogeintrag Ernährungstipps für den Winter findest du gute Ratschläge und spannende Rezepte, die dich fit und gesund durch den Winter bringen.

 

Kleidung für den Winter

Der wichtigste Aspekt des Fahrradfahrens im Winter ist natürlich die Kleidung. Es ist auch der Teil, bei dem die meisten Menschen falsche Annahmen haben. Der Kardinalfehler: Da es draußen kalt ist und man nicht im warmen Auto mit Heizung sitzt, glaubt man oft, dass man ewig viel Kleidung braucht. Falsch! Dein Körper produziert beim Fahren viel Wärme und Schweiß, sodass dir sogar zu heiß werden kann und du verschwitzt sein kannst, was wiederum zu Unterkühlung (z.B. bei Stopps an Ampeln, an windigen Tagen etc.) und Dehydratation führen kann.

Tipp: Trage genau soviel Kleidung, dass dir auf den ersten paar Metern der Fahrt leicht kühl ist. Nach wenigen Metern bereits wird dein Körper ordentlich Wärme produzieren und du wirst sehen - von Kälte ist keine Spur mehr. Probier’s einfach selbst einmal aus!

 

Grundschicht

Die Idee der Grundschicht ist es, dich trocken zu halten. Merinowolle oder eine synthetische Textilfasern wie Polyester oder Nylon/Spandex funktionieren hier ganz gut. Baumwolle saugt den Schweiß auf und hält die Feuchtigkeit an deiner Haut - verbmeide das also eher.

Eine Möglichkeit wäre, ein mittelschweres Capilene-Polyester Thermo-Unterteil (mit leichter Regen- oder Windhose darüber) und ein langärmliges Wolljersey-Oberteil zu tragen. Für alle Fälle kann mein einen leichten Fleece-Pullover (Fleece eignet sich immer gut in der kalten Jahreszeit) mitnehmen für jene Tage, an denen der Wind besonders stark weht. Das sollte in der Regel völlig und bis in die leichten Minustemperaturen ausreichen.

 

Oberkörper-Bekleidung

Bei der Oberkörper-Bekleidung solltest du darauf achten, dass sie über einen etwas längeren Schnitt im Rücken und bei den Ärmeln verfügt, sowie über eine gute Atmungsfähigkeit.

  • Für kalte, trockene Bedingungen: Eine Softshell-Jacke bildet meist die beste äußere Schicht und hält dich warm und trocken, lässt aber gleichzeitig auch etwas Wind durch. Das hilft, der Hitze, die der Körper erzeugt, entgegenzuwirken. Bei milderen Bedingungen kann man nur mit einer leichten Weste als äußere Schicht gut auskommen.
  • Für kühle, nasse Bedingungen: wenn’s eher regnerisch ist, braucht man eine gute wasserabweisende Kleidung. Aber keine Sorge, du brauchst dir kein komplettes Regencape zulegen, moderne Regenjacken fallen meist kaum ins Gewicht und leisten bereits erstaunliches. Achte besonders auf ausreichende Atmungsaktivität und einen längeren Schnitt im Rücken und an den Armen, damit du beim Radfahren genügend Bewegungsfreiheit und Spritzschutz hast.

 

Kopfbedeckung

Der Kopf gemeinsam mit den Extremitäten (z.B. Hände und Füße) neigt dazu, schnell auszukühlen. Eine dünne Woll- oder Synthetik-Haube, die z.B. unter dem Fahrradhelm getragen werden kann, reicht für die meisten kalten Tage aus – für jene wenigen Tage, an denen die Bedingungen härter sind, kann eine Sturmhaube angedacht werden. Bei regnerischem Wetter hilft eine Kappe oder Helm mit Visier, um die Stirn warm zu halten und Wasser von der Brille abzuweisen.

 

Handschuhe

An milderen Tagen, an denen es eher regnet als schneit, sind wasserdichte Handschuhe hilfreich. Am besten sind Radhandschuhe mit griffigen Handflächen und Fingern, da der Lenker, wenn es nass ist, rutschig werden kann. Schau dir mal die große Auswahl an Handschuhen  bzw. die geniale Winterzusatzaussrüstung und -bekleidung von Giant an, die hier große Hilfe leisten kann. Wichtig ist bei den Handschuhen, dass sie nicht nur warm halten, sondern auch genügend Bewegungsfreiheit fürs Schalten und Bremsen ermöglichen.

 

Schuhwerk

Der Schlüssel zu warmen Füßen und somit zu einem warmen Körper überhaupt ist das Schuhwerk. Eine gute Isolierung zwischen dir und dem kalten Boden unter deinen Füßen, ist das Um und Auf, um gesund und fit durch den Winter zu kommen. Schuhe, in denen Platz für ein extra Paar dicke Socken ist, sind immer zu empfehlen. Eine gute Faustregel ist hier, Schuhe eine halbe Nummer größer zu kaufen. Wasserdichte Wanderschuhe kombiniert mit warmen Socken sind ebenfalls ein sehr hilfreicher Tipp.

Freitag, 01. Dezember 2017

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